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Werner Steffen
Wohlerst 47 · D-21698 Wohlerst
Tel.: 04166/841516 E-Mail: steffen@naturbild.de

Igdir – Steppe N Küllük - Tuzluca /Aras-Tal - Kagizman – Horasan – Erzurum (302km)
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Sonntag, 1.Juni.2003

Früh morgens sind wir auf dem Weg nach Norden. 20 km nördlich Igdir, gleich hinter dem Dorf Küllük , durchquert die Straße eine Steppenlandschaft. Ein guter Platz für den Morgenkaffee! Denn hier sind Sandflüghühner zu sehen, einmal 6 und einmal 4, wir zählen 8 Stummellerchen und 160 Rosenstare. Viele Blauracken und Schwarzstirnwürger nutzen die Leitungsdrähte.
Pos.: 40,0365493N; 43,823707E – 963m.

Der nächste Halt bietet sich vor dem Städtchen Tuzluca an. Eine offene Müllkippe ist gut besucht von Saatkrähen, Armeniermöwen und sechs Schmutzgeiern. Sie sind so in den Müll vertieft, dass sie sich leicht fotografieren lassen. Am Fluss Aras, der hier die Grenze zu Armenien bildet, suchen 8 Gänsegeier ihre Lieblingsfelswand auf. 1 Adlerbussard und 2 Alpenkrähen leisten ihnen Gesellschaft. Falls es jemand hierhin verschlägt:
Gänsegeierfelsen bei Tutluca am Aras Nehri: 40,1010217N; 43,65278E – 948m.

Weiter nördlich sind ganze Ebenen vom Militär okkupiert. Ein gewaltiges Arsenal an schweren Waffen und Panzern droht hier gen Armenien. Da lassen wir die beiden Sandflughühner lieber enteilen, ohne die Ferngläser anzurühren. Die armenischen Berge verabschieden sich, denn wir folgen dem Aras nach Westen. Bei Kagizman durchstreifen wir eine Obstplantage. Hermann erhascht einen kurzen Blick auf einen männlichen Halbringschnäpper, wir anderen müssen uns mit Feldsperling, Rosenstaren, Balkansteinschmätzer und Lachseeschwalbe begnügen.

Die Straße nach Horazan nutzt das abwechslungsreiche Tal des Aras. Mal meandert er durch Weideland, Schotterbänke säumen seinen Weg, mal zwängt er sich schäumend durch Felsschluchten. Werner und Jan werden nicht müde, an jeder Stromschnelle oder Untiefe zu diskutieren, mit welcher Technik sie im Kanu die Schwierigkeiten bewältigen würden. Wir sehen unterwegs an einem Müllplatz noch einmal 6 Schmutzgeier, ein allerletzter Weißkehlsänger zeigt sich, 2 Austernfischer, 1 Rotschenkel, wenige Fluss-Seeschwalben: keine allzu üppige Ausbeute, aber der immer wieder einsetzende Platzregen vermiest auch das Beobachten.

Das Hotel Kral in Erzurum ist gepflegt, die sanitären Einrichtungen funktionieren und sind einladend sauber.

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