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Ankara – Mogan-See - Kulu-See - Kulu (182 km)
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Autor: Uwe P. Streese-Browa
Samstag, 17.Mai.2003

Um 9h treffen Werner und Jan mit der Lufthansa auf dem Wiener Flughafen ein, wo Hermann und ich sie schon erwarten. Kurz nach 10h starten wir zum knapp dreistündigen Direktflug, Landung in Ankara-Esenboga 14:05.
Wir finden den Avis-Schalter am benachbarten Inlandflugplatz. Der geräumige Fiat Doblo 1200 fasst problemlos das ganze Gepäck, wir sind froh über die birderfreundlichen hinteren Schiebetüren.
Am Airport gibt es keine Bank, aber einen Automaten, der ein paar hundert Millionen Türkische Lira herausrückt.

Über eine überdimensionierte aber fast leere Autobahn umfahren wir die Millionenstadt, finden im Süden die Ausfahrt Gölbasi. Das Städtchen liegt am Mogan Gölü (gölü = See), dem bevorzugten Exkursionsgebiet der Ornis aus der Hauptstadt.

Doch auf der Ausfallstraße nach Haymana werden wir von Uniformierten an den Straßenrand gewinkt. Die erste Kontrolle? Nein, ein Trick! Die Uniformierten sind Hotelbedienstete, die uns auf den Parkplatz des Restaurants locken wollen.

Am Ortsrand finden wir eine erste Zufahrt zum See. Auf dem spiegelglatten Wasser viele Haubentaucher, im Schilfgürtel singen sich unglaublich viele Drosselrohrsänger heiser. Die türkische Vogelwelt präsentiert sich aber so richtig, als wir zu dem sumpfigeren Südwestteil kommen: Zwergdommeln, Nacht-, Rallen- und Purpurreiher, Rostgans, 50 Kolbenenten, eine Moorente, Weißbart- und Weißflügelseeschwalben. Zwei Pärchen Weißkopf-Ruderenten wagen sich aus dem Schilf hervor und Jan, Hermann freuen sich über die erste neue Vogelart! Dabei bleibt es nicht lange, denn im angrenzenden Gelände finden wir Kalanderlerchen und Kappenammern.

Was für ein Start !

Beobachtungsgebiet Mogan Gölü Süd (39,7562915N;32,7723709E – 964m) : Autobahnausfahrt Gölbasi, am Ortseingang rechts Richtung Hayama, auf der Straße 260 aus Gölbasi herausfahren; links die schmale Asphaltstraße mit Schild: „Bizim Cati“ (ein Sporthotel am Seeufer) entlangfahren.

Die 100km bis zum Kulu-See sind kein Problem. Wir nutzen das letzte Tageslicht, um das Südufer zu inspizieren. An der staubigen Zufahrtspiste: Isabellsteinschmätzer und Brachpieper. Im letzten Abendlicht stehen 1500 Flamingos im flachen Wasser, ein Trupp Rotflügel-Brachschwalben jagt über einem angrenzenden Acker, Schwarzkopf- und Dünnschnabelmöwen und viele, viele Lachseeschwalben steuern ihre Brutkolonien im See an.

Wir haben die letzten Lichtstrahlen genutzt, finden im Dunkeln kein Hotel im Ort Kulu und müssen uns mit dem Hotel Furkan an der Hauptstraße begnügen. Ziemlich ausgehungert genießen wir in der Lokanta unser erstes türkisches Abendessen, und der Wirt besorgt uns sogar ein paar Flaschen „Efes Pils“ aus einem benachbarten Geschäft. Das „Serefe“ („Prost!“, ndt. „Moin!“) will meinen Mitstreitern noch nicht so recht von den Lippen, aber auf ihre neuen Vogelarten müssen sie auf Türkisch anstoßen.

Beobachtungsgebiet Kulu See Süd (39,0689407N; 33,1273802E - 967m )

Übernachtung: Hotel Furkan, Hauptstraße, sehr einfach, 3€ /P; gutes Essen, Wirt spricht Deutsch.

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