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Al Fayum – Gizeh – Abassa – Fayid
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Autor: Uwe P. Streese-Browa
Do., 29.3.

An dem ältesten und letzten noch erhaltenen Weltwunder der Antike können selbst hart gesottene Ornis nicht vorbeifahren, wenn es direkt an der Route ins Nildelta liegt. So wagen sich Kim, Jan und Werner in das Touristengetümmel, fotografieren die Sphinx, Cheopspyramide und deren beide Schwestern, während Sterz in einem Anflug von Agoraphobie lieber an der Zufahrtstraße das Auto bewacht.

Auf der Stadtautobahn in Kairo scheint ein Wettbewerb zu laufen, wer am riskantesten und verrücktesten überholen kann, auch wenn es absolut sinnlos ist. Dank der Gelassenheit seines Alters und der Erfahrung von Millionen gefahrenen Kilometern lässt Sterz sich nicht von der allgemeinen Hysterie anstecken und wir erreichen unbeschadet die Ausfahrt – leider die falsche! So müssen wir uns eine Dreiviertelstunde im Schritttempo durch das Gewühl und die Schlaglöcher eines Slums quälen, bis wir die Landstraße nach Bilbeis finden. Und auch die ist viel zu schmal für die Menge und das Tempo der überladenen Lastwagen und Pickups.

Bei Zawamil, ca. 20km SW Bilbeis, genehmigen wir uns eine Erholungspause an einem Wäldchen mit angrenzendem Kanal. Hier fliegt unser erster Braunliest herum, eine Uferschwalben-Brutkolonie gibt’s hier auch.

In Bilbeis nehmen wir die Abzweigung nach Abassa und nach 12,8km finden wir die „Shell station“. Vergebens suchen wir nach den „small fishponds“, die Richard Bonser in seinem Trip Report 2006 als guten Spot für Goldschnepfe beschrieben hat. Von den Fischteichen ist nichts mehr zu sehen, offenbar sind sie mit Bauschutt aufgefüllt worden. Aber Kim entdeckt, wieder in einem Metallmast, einen Spornkuckuck.

Wir finden auch nach weiteren 4,5km die Ansammlung größerer Fischteiche links von der Straße. Bonser hatte hier nicht weniger als 28 Senegaltriele und drei Goldschnepfen beobachtet. Wir sind mit nur 2 Senegaltrielen nicht so erfolgreich, sehen 2 Bekassinen, aber keine Goldschnepfe; auch die Manyarweber, die es hier geben könnte, lassen sich nicht blicken. 1 Braunliest und eine Menge Blauwangenspinte sind ein kleiner Trost.

Nach Durchquerung der ziemlich unwirtlichen Ortschaft versuchen wir unser Glück noch an den Fischteichen östlich von Abassa. Hier beobachten wir 2 Braune Sichler, 4 Fahlsegler, 2 Braunlieste, Spinte und Senegaltriel, aber auch hier sind die Manyarweber nicht zu finden. In der dichten Vegetation eines Grabens ertönen undefinierbare Grunzgeräusche. Das müssen Goldschnepfen sein! Sie sind aber nicht zu sehen, und aufscheuchen wollen wir sie nicht.

Auf dem Weg nach Fayid sitzen Glanzkrähen auf Dächern, und 15km vor unserem Ziel rütteln ca. 40 Rötelfalken neben der Straße über Äckern.

Ü: Fayid, Hotel Shamousa Village, 280 L.E. .( ~ 35€) DZ incl. HP.





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