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Luxor - Crocodile Island – Farmland & Halbwüste im SE – Tal der Könige
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Autor: Uwe P. Streese-Browa
Mo., 26.3.

Den ganzen Vormittag verbringen wir auf der Insel, die wir umrunden. Wir können all die Raritäten in Ruhe anschauen, die wir schon gestern am Abend beobachtet haben. 7 Senegaltriele finden wir heute auf einem etwas verwilderten Acker wieder. Auf den von einer Handvoll Rindern und Eseln abgegrasten Wiesen hinter dem ärmlichen Dorf haben sich viele Kurzzehenlerchen, Rotkehlpieper und 70 Stelzen eingefunden, darunter 10 Aschkopf- und 1 Thunbergstelze. Lange müssen wir nach den Tigerfinken suchen; kleine Trupps pendeln hier gewöhnlich zwischen Äckern und Schilf. Schließlich entdeckt Werner zwei direkt am Weg und schießt ein wunderbares Foto. Auch von Smaragdspinten und Wendehals gelingen prima Aufnahmen. Vor dem Auschecken durchstreifen wir noch einmal den Hotelpark und entdecken unter den zahlreichen Blassspöttern und Klappergrasmücken eine Eibischgrasmücke.

Um 13 Uhr sind wir mit Abdou verabredet, der uns am Vorabend am Hotel aufgestöbert hat und uns für 400 EL eine Führung in der Halbwüste im SE von Luxor angeboten hat. Mit ihm fahren wir zum Farmland seines Onkels, wo es Kaptäubchen gibt. Die finden wir zu dieser Tageszeit nicht, aber der lange Spaziergang durch die Äcker und Plantagen mitten in der Wüste beschert uns einen schönen Heckensänger. Wüstengimpel leben hier neben Erznektarvögeln und Cistensängern. Ein großer Trupp Fahlsegler zieht über uns hinweg, dem sich 3 Felsenschwalben angeschlossen haben. Wir sehen sogar einen Steinkauz, und Abdou führt uns einen Triel vor und dessen Gelege mit 2 Eiern. Wir suchen noch ein zweites Beobachtungsgebiet auf, eine Plantage umgeben von Wüste.

Abdou versucht vergebens, Kaptäubchen aus dem Gebüsch aufzuscheuchen, während wir lange an einer großen Grasmücke herumrätseln, die einer Orpheusgrasmücke ähnelt. Sie hat aber einen schwarzen Schwanz ohne weiße Kanten und am Unterschwanz weiße Fahnen am Ende der Steuerfedern, so dass wir sie schließlich als Akaziengrasmücke bestimmen, wohl wissend, dass die nur in Südisrael und Jordanien vorkommen soll (Jan und Sterz haben sie dort auch schon beobachtet). In weiter Ferne ist ein großes Wasserbecken zu sehen. Darauf schwimmen 140 Löffelenten und eine Spießente.

Am späten Nachmittag ist noch ein wenig Kultur angesagt, wir fahren zum Westufer des Nil ins Tal der Könige. Wir enden in abstoßendem Touristengedränge, kehren um und besuchen den Hadschebsud-Tempel, kurz bevor er für die Besucher gesperrt wird. So können wir uns alles anschauen, während die Touristenmassen allmählich zurück in ihre Busse strömen – am Schluss sind wir fast allein.

Wir fahren zurück an den Nil, um uns ein Hotel zu suchen mit zivilen Preisen, und wir werden fündig:

Ü: Luxor, Nile Valley Hotel: 22,- €, DZ . Das Hotel liegt am Westufer in der Nähe des Fähranlegers. Blick auf den Nil von der Dachterrasse.







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