Werner Steffen
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Hurghada - Safaga – Marsa Alam – Shams Alam Resort 330km
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Autor: Uwe P. Streese-Browa


Montag, 19.3.2007

Vor dem Frühstück nutzen wir das erste Licht, um die Vogelwelt an der Küste und im Park durchzuchecken: Unter den Möwen sind wieder eine Fisch-, eine Steppen- und heute auch 10 Herings- (fuscus) und 1 Armeniermöwe. Über das Hotel hinweg ziehen Rötelschwalben und Rotkehlpieper nach Norden. Auf einem Bäumchen im Park hüpft eine Handvoll dunkelköpfige Grasmücken herum. Wir brauchen eine Weile bis wir uns ganz sicher sind, dass es sich um Eibischgrasmücken handelt. Die nächste Überraschung sind zwei Blauwangenspinte, die an einer Baugrube hinter dem Hotel herumbalzen.

Wir sind die Ersten beim Frühstück; danach geht es ab nach Süden. Nach wenigen Kilometern Fahrt sichten wir einen Trupp Schwarzmilane, darunter ist ein lineatus.

Ein Abstecher zum Makadi Hotel an der Küste erweist sich als wenig lohnend: Wiedehopf, Fischadler, Kurzzehenlerchen-Trupps, das ist alles.

Da ist der nächste Stopp schon besser, Ras Abu Soma Golf, wenige km N Safaga. Die beregneten Rasenflächen und blühenden Büsche mitten in der Wüste sind eine Attraktion für Durchzügler. Wir freuen und über je 5 Brachpieper und Maskenstelzen, Wiesenstelze, Balkanlaubsänger, Samtkopfgrasmücke und ziehende Blauwangenspinte, werden dann aber freundlich vom herbeigeeilten Personal des Geländes verwiesen. Ein Golfball könnte uns verletzen!

Also weiter – wir haben noch ein paar Kilometer vor uns! Die zügige Fahrt nach Süden unterbricht ein Rennvogel, den Sterz (er besteht auf dem Platz hinterm Lenkrad) bei 90 km/him Vorbeifahren am Straßenrand entdeckt.

18 km S Safaga durchforsten wir die Mangroven und sichten Graufischer, Mangrovenreiher und Rohrschwirl. Für uns alle neu ist die Lachtaube, auf die wir durch die Rufe aufmerksam werden. Leider sehen wir nur kurz 2 Vögel in die Krone einer Mangrove fliegen, wo sie selbst mit dem Spektiv nicht besonders gut zu sehen sind. Ein einsamer Kranich steht bei Quseir und weitere 8 fallen in der Mangrove Bay 30 km S Quseir ein.

Sahara-, Wüsten-, und Isabellsteinschmätzer notieren wir unterwegs und beziehen dann –schon im Dunkeln – unser Quartier im Shams Alam Resort.

Beim Einchecken hat das plietsche Personal wohl mitbekommen, dass Kim heute Geburtstag hat. Nach dem (ausgezeichneten) Essen – wir haben uns schon gewundert, dass unser Tisch mit frischen Blüten dekoriert war – marschiert die gesamte Belegschaft singend und trommelnd zu unseren Tisch. Ein originelles Geburtstagsständchen wird zelebriert, und zu allem Überfluss kommt nachher noch ein Livrierter mit einer Schokoladentorte!

Ü: Shams Alam Resort. Sehr schöne Anlage; Hotelgelände ideal für Birding: Büsche, Bäume, Hecken, Ruderalflächen, Küste. Nicht billig, aber für die 90 € pro DZ, incl. Halbpension, wird entsprechend viel geboten.

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